DIE GESCHICHTE DES ORTES

 

 

Der Name "Laßnitzhöhe"

Zur Römerzeit war der Höhenrücken im Schemmerlgebiet, welcher zu jenem Gebirgszug gehört, der vom Schöckl gegen Südosten streicht und die Wasserscheide zwischen den Flüssen Mur und Raab bildet, Grenzgebiet zwischen dem römischen und dem panonischen Reich. Die Besiedelung erfolgte durch Slawen, worauf auch der Ortsname zurückgreift. "Laßnitz" bedeutet soviel wie "Waldbach".
Der Name "Laßnitzhöhe" war jedoch gegen Ende des 19. Jahrhunderts nicht einmal den Einheimischen bekannt. Zwar gab es die Bezeichnung "Oberlaßnitz" oder etwa die der Bahnstation Laßnitz, die Bezeichnung Laßnitzhöhe selbst entstand aber erst unmittelbar vor der Wende des 20. Jahrhunderts und wurde nur für die erst neu gegründete, groß angelegte Heilanstalt gebraucht. Im Jahre 1912 wurde der Ortsteil Moggau, damals Gemeinde Wöbling, in Laßnitzhöhe umbenannt.

 

Erholsames Laßnitzhöhe

Bis 1848 war der Deutsche Ritterorden die bedeutenste Grundherrschaft in diesem Gebiet. Diese Ordensherren ließen hier ihre ausgedehnten Weingärten durch ein eigenes Amt in Moggau verwalten. So wurde vor allem an der Südostseite der heutigen Privatklinik Wein angebaut. Die ehemalige "Pension Bugl" war die Weinhube des Ordens.

Der Grazer Arzt Dr. Huber ließ 1890 auf dem höchsten Punkt, dem Buckelberg, das Annaheim errichten und ließ es als Sommer - Erholungshaus nutzen. Auch der berühmte Heimatdichter Peter Rossegger war zwischen 1910 und 1917 immer wieder im Annaheim zu Gast.
Unmittelbar nach der Gründung des ersten Erholungshauses entstanden zu dem selben Zweck zwei weitere Villen auf dem so genannten "Potenkogel", die noch heute Bestandeil der Privatklinik Laßnitzhöhe sind.

Die Sommerfrische auf dem Schemmerlrücken erfreute sich eines regen Zulaufs. Gäste aus Graz, welche mit Kutschen oder mit der Bahn in Laßnitzhöhe ankamen, genossen die gute Luft, die ruhige Umgebung und ausgedehnte Waldspaziergänge. Bereits 1901 war in Laßnitzhöhe ein Verein zur Verschönerung des Ortes gegründet worden. Nun gab es auch konkrete Ansprechpersonen, wenn es um die Makrierung und Instandhaltung der Wanderwege oder um die Pflege der Kurlandschaft ging.

Um die Jahrhundertwende erwarb eine Aktiengesellschaft die bereits besteheden Gebäude auf dem Potenkogel und das umliegende Areal. Das Kurhaus, welches noch heute einen wichtigen Teil der Marktgemeinde Laßnitzhöhe bildet, wurde 1898 fertig gestellt und vom Primararzt Sanitätsrat Dr. Eduart Miglitz über die Aktiengesellschaft erworben. Bis 1901wurde gebaut, schlussendlich war die Kuranstalt die modernste der Steiermark. So gab es ein eigenes Badehaus für sämtliche Wasserheilverfahren, ein Freiluftbad mit Duschen und einen eigenen Tennisplatz.
Kurhaus Laßnitzhöhe, 1913

 

Der Weg zur Marktgemeinde

Die heutige Großgemeinde Laßnitzhöhe entstand erst im Jahre 1951 und war Resultat einer Zusammenlegung der ehemaligen Gemeinden Wöbling mit großen Teilen der Gemeinde Höf, sowie mit einem Teil der Gemeinde Nestelbach. 

 

Das Gemeindewappen

Das Gemeindewappen wurde im Jahre 1969 an die Gemeinde Laßnitzhöhe
verliehen.
Die silberne Heilschale stellt die heilende Wirkung des milden Klimas dar. Der
Dreiberg weist auf die Hügellandschaft, die Fichte auf den Waldreichtum und die Sonne auf die überdurchschnittlich vielen Sonnentage hin. Das Deutschritterkreuz erinnert an den Deutschen Ritterorden, welcher einst in diesem Gebiet herrschte.
 

 

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Laßnitzhöhe